Abgemahnt und was nun?

Betroffen? Abgemahnt? Abmahnopfer?
Abgemahnt: Was tun?
Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Es gibt einige Regeln, die zu beachten sind und einige Hinweise, die hilfreich sein können..
1. Egal welche Emotionen hochkommen, egal wie unscheinbar die Vorwürfe sind und wie absurd der Abmahngrund erscheint, eine Abmahnung sollte immer ernst genommen werden. Auch wenn Sie das Schreiben vor Wut in der Luft zerfetzen möchten, lassen Sie es. Sie werden es noch benötigen und dies kann teuer werden.
2. Nach einer erfolgten Abmahnung gibt es verschiedene Möglichkeiten der Reaktion:.
- Die zur Unterlassung aufgeforderten Umstände werden unterlassen und wenn möglich beseitigt danach kann die Unterlassungserklärung abgeben werden. Die Kosten werden übernommen. Der Vorgang ist erledigt. Passen Sie auf das kein neues vergehen entsteht, sonst drohen die in der Unterlassungserklärung fixierten Vertragsstrafen.
- Die zur Unterlassung aufgeforderten Umstände werden unterlassen und wenn möglich beseitigt danach kann die Unterlassungserklärung abgeben werden. Die Kosten werden jedoch nicht übernommen. In der Regel kommt es nun zu einen Rechtsstreit um die Kosten.
- Beides wird verweigert.
Ich persönlich rate Ihnen anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Lassen Sie die Frist nie ungeachtet vergehen. Auch als Unternehmer steht Ihnen im gewissen Umfang eine Beratungshilfe zu welche Sie beim zuständigen Amtsgericht beantragen können. Sollte es wieder Erwarten zu einem Prozess kommen, können Sie je nach Vermögen und Einkommen sogar Prozesskostenhilfe bekommen. In einem ersten Beratungsgespräch haben Sie auch die Möglichkeit eine "Beratungspauschale" mit dem Anwalt zu vereinbaren.
Der Rechtsanwalt sollte sich mir der Materie auskennen.
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