Der gekaufte Besucher Teil II

Es gibt hier wohl diverse, sich grundlegend unterscheidende Ansichten des pro und contra von Paidmaildiensten.
Paidmail, das bedeutet für die eine Seite, den Empfänger, eine Mail zu bekommen, diese zu öffnen, den Bestätigungslink am Ende suchen und durch einen Klick den Empfang und das Lesen der Werbung zu bestätigen. Durch Klick auf den Link wird über ein Refferallink die Seite des Werbepartners in der Paidmail aufgerufen, oder wenn ein Mindestaufenthalt erforderlich ist, wird ein Frameset geöffnet bei dem in einem kleinen Frame die Zeit abläuft und in einem anderen Frame die Website des Werbepartners zu sehen ist.Dafür bekommt der Empfänger der Mail einen Betrag vom Paidmailanbieter erstattet. Der Anbieter zahlt den Leser für das lesen der Mail.
Die Besucher die so auf die Seite des Werbepartners gelangt, warten entweder ab bis der Timer abgelaufen ist um die Punkte zu bekommen, oder sind sofort wieder weg, wenn die Aufenthaltsdauer nicht vorgegeben ist.
Es handelt sich hier nicht um Spamming, den die Besucher die diese Paidmail bekommen, klicken freiwillig auf den Link in der Paidmail. Daher ist, gerade jetzt im Schatten der neuen Gesetze, den Auflagen genüge getan.
Doch welchen Mehrwert habe ich, wenn ich für 10.000 echte Besucher auf meiner Seite 500 – 600 Euro zahlen muss? In meinen Augen ist der Werbeeffekt zwar vorhanden, einige der Besucher werden sich die Seite ansehen und vielleicht zu ein oder mehreren Klicks sich durchringen können. Andere Besucher werden die Seite nur für den Paidmailbestätigungsvorgang (Ein neues Wort ist geboren) betreten und vom Inhalt wenig wahrnehmen. Vermutlich wird der Paidmaileser während sich meine Seite öffnet, schon die nächste Mail in Angriff genommen haben. Denn der Timer läuft auch im Hintergrund weiter.
Dem Werbepartner, der für viel Geld seine Besucher bei einem Paidmaildienst einkauft, sollte sich über diesen Streuverlust im Klaren sein. Vielleicht sind mit diesem Anbieter sehr kurzfristig die Pageimpressionen vorhanden, jedoch, wie ich aus eigener teurer Erfahrung zu berichten weis, meist ohne wirklichen vertrieblichen Erfolg. Die gleiche Summe, langfristig in Suchmaschinenoptimierung oder in Marketingkampagnen investiert, wird das bringen was wirklich zählt, Besucher über Content, über Partnerseiten oder über Empfehlungen.
Wer kurzfristig viele Besucher braucht, mag bei einem Paidmaildienst gut aufgehoben sein. Doch jede Marketingaktion, gerade in diese doppelseitigen Bezahldienste sollte gut mit dem zu erzielenden Mehrwert Abgewogen werden und mit einem sehr kritischen Auge betrachtet werden.
Bei eBay finde ich immer wieder Angebote, in denen für 20.000 Paidmails und 10.000 echte Besucher geworben wird. Kosten 14.99. Den wirklichen Reibach machen wohl wieder nur die Anbieter. Der Leser und Besucher der Paidmails bekommt in der Regel zwischen bei einem seriösen Anbieter zwischen 0,15 - 3 € Cent pro Mail.
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